Ferne


Was ist mir die Ferne wo die Palmen

Mittags verrauschen Hunger stirbt im Licht

Dem Bettler starr die krumme Hand gebricht

Und abends stinkend kleine Öfen qualmen


Was ist mir diese Ferne wo die Sonne

So heißer brennt als hier im kalten Haus

Wo nächtlich tanzt die Ratte und die Maus

Beim Schatten einer schmutzbeladenen Tonne


Es ist der Ort wo die Geliebte wohnt

Und Freude für mich allertagen mehr

Wo tiefster Blick mein tiefstes Leid entlohnt


Dorthin der Nacht entritten kommt das Heer

Und fleht der Königin die aufgethrohnt

Zum Dank den bittersüßen Kuss gewährt